Bonitätsprüfung im Checkout – darf man das?

Bonitätsprüfung im Checkout – darf man das?

Eine beliebte Zahlungsart auf Kundenseite ist die Rechnung. Doch es gibt nahezu kein Händler, der keine Zahlungsausfälle bei dieser Zahlmethode hat. Was liegt da näher, als eine Bonitätsprüfung durchzuführen? Doch darf man das einfach so? Dazu muss man wissen, was bei einer Bonitätsprüfung passiert und wie die Rahmenbedingungen aussehen.

Für eine Bonitätsprüfung eines (potentiellen) Kunden müssen die Kundendaten an die Schufa übermittelt werden. Doch genau dafür benötigt man entweder eine Einwilligung des Kunden oder  aber Sie können nachweisen, dass Sie berechtigtes Interesse an einer Prüfung haben. Das ist z.B. dann der Fall, wenn Sie ein hochpreisiges Luxusgut über Ihren Online-Shop per Rechnung liefern.

Moderne Shopsysteme sind heute aber in der Lage, in Abhängigkeit der Bonität, bestimmte Zahlverfahren auszuschließen. D.h. aber, dass die Bonität VOR der Auswahl des Zahlverfahrens durch den Kunden durchgeführt. Doch was ist, wenn der Kunde Vorkasse wählt? Dann haben Sie kein berechtigtes Interesse, da Sie ja kein Risiko haben.

Live-Bonitätsprüfungen sind also sehr knifflig bergen rechtliche Stolperfallen. Weitere Informationen und Tipps zu diesem Thema finden Sie bei Trusted Shops.

Von |2018-05-04T08:30:46+00:0012.04.2016|Allgemein, E-Commerce|0 Kommentare

Über den Autor

Nach dem Studium der Kommunikationstechnik in Wuppertal seit 1994 Inhaber der Agentur Hochhardt & Partner.